Die Kanarischen Inseln starten eine beispiellose Offensive zur Verbesserung der Betreuung pflegebedürftiger Menschen. Präsident Fernando Clavijo unterzeichnete neue Abhängigkeitsabkommen, die über 900 Millionen Euro für die westlichen Inseln garantieren.
Die Vereinbarungen mit den Inselräten von Tenerife, La Palma, La Gomera und El Hierro sichern die Finanzierung der Pflegedienste bis 2028. Insgesamt werden alle sieben Inselräte der Kanaren in den kommenden vier Jahren 1.630 Millionen Euro in die Betreuung abhängiger Menschen investieren.
Ein zentrales Ziel der Initiative ist es, die Wartezeiten für Abhängigkeitshilfe um ein ganzes Jahr zu verkürzen. Gleichzeitig entstehen 6.549 neue Betreuungsplätze, aufgeteilt in Wohn- und Tagespflegeeinrichtungen.
Als größte Insel profitiert Tenerife am stärksten von der Finanzierungsoffensive. Inselratspräsidentin Rosa Dávila kann bis 2028 mit 691,5 Millionen Euro rechnen. Davon trägt die autonome Gemeinschaft 70,79 Prozent der Kosten, während der Inselrat 29,21 Prozent beisteuert. Auf Tenerife entstehen 5.203 neue Wohn- und Tagesplätze sowie 300 Plätze für die Förderung der persönlichen Autonomie.
La Palma erhält unter Präsident Sergio Rodríguez 159,6 Millionen Euro für 1.004 Plätze. La Gomera bekommt 23,7 Millionen Euro für 236 Plätze im Jahr 2025. El Hierro, die kleinste bewohnte Kanareninsel, profitiert von einer Investition von insgesamt 18,3 Millionen Euro für 106 Plätze.
Der Regierungsrat genehmigte am 10. Dezember eine mehrjährige Ausgabe von 1.132,4 Millionen Euro für den Zeitraum 2025-2028. Basierend auf aktuellen Kostenberichten werden die Tagessätze deutlich angehoben: Funktionale Heime für Menschen mit Behinderung erhalten künftig 117,17 Euro statt 74,04 Euro pro Tag und Platz. Bei der Förderung persönlicher Autonomie steigt der Satz von 26 auf 50,44 Euro täglich.
Fakten
- Gesamtinvestition: 1,63 Milliarden Euro bis 2028
- 6.549 neue Betreuungsplätze entstehen
- Wartezeiten sollen um ein Jahr verkürzt werden
- Tenerife erhält 691,5 Millionen Euro
- Tagessätze steigen um bis zu 58 Prozent
- Autonome Gemeinschaft übernimmt direkte Verwaltung von Telehilfe und Haushaltshilfe
Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI erstellt und redaktionell geprüft.