Mehrere international sanktionierte Tankschiffe halten sich seit Wochen in den Gewässern um die Kanarischen Inseln auf und transportieren große Mengen russischer Erdölprodukte. Die Schiffe bewegen sich geschickt außerhalb der spanischen Zwölf-Meilen-Zone und umgehen so direkte Eingriffe.
Eine beunruhigende Situation entwickelt sich in den Gewässern rund um die Kanarischen Inseln: Besonders auffällig ist das Verhalten der 250 Meter langen „M/T Mooni“ unter der Flagge von Antigua & Barbuda, die bereits 21 Tage westlich von La Palma verbrachte und über 850.000 Barrel russisches Rohöl an Bord hat. Ebenfalls seit 23 Tagen treibt die „M/T Agate“ mit Vanuatu-Flagge südlich von Tenerife und bewegt sich dabei geschickt bis an die Grenze der spanischen Zwölf-Meilen-Zone heran.
Die „M/T Katran“ unter sierra-leonischer Flagge dümpelt in der ausschließlichen Wirtschaftszone der Westsahara. Am Dreikönigstag passierte der russische Frachter „M/T Matros Shevchenko“ die Gewässer östlich von Fuerteventura und Lanzarote – mit einer brisanten Ladung: Das Schiff transportiert Basisuran von Lomé in Togo zum russischen Hafen Kavkaz.
Neben diesen Schiffen operiert die „M/T Hadal Sally“ unter panamaischer Flagge westlich von La Palma und befördert knapp eine halbe Million Barrel russischer Benzinprodukte. Alle Tankschiffe haben dasselbe Ziel: den geografischen Bogen zwischen Panama und Venezuela, wo russische Erdölprodukte trotz internationaler Sanktionen ihren Absatz finden.
Alle genannten Schiffe stehen sowohl auf den Sanktionslisten der EU als auch des Vereinigten Königreichs und werden von der US-Küstenwache als verdächtige Fahrzeuge geführt. Dennoch können sie ungehindert in internationalen Gewässern operieren. Spanien besitzt zwar die Umwelthoheit in seiner ausschließlichen Wirtschaftszone, doch die Schiffe bewegen sich geschickt außerhalb der direkten Einflusszone.
Fakten
- „M/T Mooni“: 21 Tage vor La Palma, 850.000 Barrel russisches Rohöl
- „M/T Agate“: 23 Tage südlich von Tenerife
- „M/T Matros Shevchenko“: transportiert Basisuran von Togo nach Russland
- „M/T Hadal Sally“: 500.000 Barrel russische Benzinprodukte
- Alle Schiffe stehen auf EU-, UK- und US-Sanktionslisten
- Zielgebiet: Panama bis Venezuela
Dieser Artikel wurde mit Unterstützung von KI erstellt und redaktionell geprüft.